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"diyfotowik - eine Sammlung hilfreicher (Einsteiger.-)Tips und Tricks zum Thema Fotografie"
Das Hauptaugenmerkt dieses Wikis liegt auf Tutorials und DIY ("Do it yourself") Anleitungen. Die Anregungen sind dabei nicht auf meinen Mist gewachsen, sondern wurden lediglich in den Weiten des WWW endeckt,
ausprobiert und für gut befunden. Anfängern soll dies als kleine Einstiegshilfe in die Welt der digitalen Fotografie dienen.
(ich hätte mich über eine komplette Samlung wirklich gefreut, bin aber bisher über keine gestolpert) Die Anleitungen drehen sich alle um meine Nikon D80, sind aber für andere Systeme genauso anwendbar.
Inhaltsverzeichnis |
Grundausstattung
Kamera
Grundsätzlich sind einige dieser Tips hier für alle Arten von Fotokameras geeignet. Einige andere Tricks und Tutorials funktionieren allerdings nur mit "echten" Fotokameras; digitalen Spiegelreflexkameras (DSLR).
Bei den kompakten Digitalkameras ohne Wechselobjektiv handelt es sich schlicht um Knipsen für die Hosentasche; gute Fotos schießen diese dennoch! Nur die Möglichkeiten sind eben eingeschränkter.
Nikon D80
Mein Babe! Die Nikon D80 war in den letzten Jahren immer eine der besten Consumer-Kameras. Inzwischen wurde die Gute durch das Nachfolgemodell die D90 ersetzt. Diese kommt mit Live-View-Funktion und der Möglichkeit 720p HD Videos zu drehen daher. Dennoch bin ich froh um meine D80... sie ist somit wohl die letzte "echte" digitale Spiegelreflex... von nun an spielt eine andere Musik...
Ob es nun lieber eine D80, D90 oder "nur" eine D60 sein soll, bleibt jedem selbst überlassen. Die Sache ist ganz einfach: die D90 rockt und kann neben dem genannten Live-View (Sucherbild im Bildschirm) eben auch HD-Videos drehen... aber brauche ich das? Die D80 hat keinen Live-View, keine Videofunktion, kann aber erheblich mehr als eine D60 oder D40x und kostet nicht mehr die Welt. Eine D60 oder D40x tut es mit Sicherheit auch. Die Auswahl der Objektive ist aber eingeschränkt, die Möglichkeiten für Einstellungen ebenfalls. Dafür ist sie einfach sehr günstig...
Ob es denn überhaupt eine Nikon sein muss?? Nikorianer würden hier ganz klar für ja tendieren. Ich selbst bin noch nicht lange genug dabei, um mir ein Urteil zu erlauben... aber ich denke es Verhält sich ähnlich wie bei Premium-Automarken. Ob man nun BMW, Audi oder Mercedes fährt ist wohl am ehesten Geschmackssache. Rein technisch hat jeder Hersteller Vor.- und Nachteile. Also ruhig auch mal an Canon, Pentax oder Sony denken.
Objektive
Grundsätzliches
Grundsätzlich kann man sagen: Spart nur nicht am Objektiv! Ich habe meinen ersten Kauf schnell bereut! Lieber länger sparen und etwas Anständiges kaufen, anstatt sich ständig ärgern zu müssen!
[...]
Meine Objektive und Erfahrungen
18-55mm VC Nikkor Kit
Hierbei handelt es sich um das Standard-Kit-Objektiv, welches häufig in Kombination mit der D80 angeboten wurde.
Die Qualität ist dennoch gut; der Verwackelungsschutz (VC=Vibration-Control) hilft bei Schüssen aus der Hand. Außerdem eignet es sich hervorragend als Super-Marco-Objektiv, wenn man es in Verbindung mit einem Umkehrring betreibt.
18-270mm VC Tamron
Dies ist mein Immerdrauf, da es sich einfach dafür anbietet. Sowohl den Weitwinkelbereich, als auch den Telezoombereich deckt dieses Baby mit VC ab. Ein Traum, auch wenn ich die Kontakte des Objektives öfter reinigen muss, da sonst der Focus muckt... aber gute Bilder. Von der extremen Unschärfe von der ich in einigen Tests gelesen hatte, habe ich bisher nichts bemerkt.
50mm 1,8er Nikkor
Hurra, mein neuer Joker! Da ich den bei meiner D80 umrechnen muss, entspricht die Brennweite knapp 75mm; was dem ganzen aber nicht schadet. Ein perfektes Obejktiv für Portrais und Aufnahmen in dunklen Räumen. Bei offener Blende (1,8; mein Standard-Kit beginnt bei 4,5!!!) werden die Bilder ganz leicht unscharf; ab der 2er Blende aber knackig scharf und das bei mieser Ausleuchtung. In Kombination mit hohem Iso-Wert, ist dies das perfekte, weil bezahlbarste, Indoorobjektiv. 130.-€ neu sind bei solch einer Spitzenklasse nicht besonders viel...
Zubehör
Stativ
0815-Stativ
Am wohl bekanntesten und verbreitetsten sind klassische (0815) Stative wie man sie von Überall kennt.
Drei Standbeine und oben die Kamera drauf; einfach und ausreichend für die meisten Situationen.
Die Preisspanne beginnt bei gut 15.-€ und endet bei mehreren 1000.-€. Je nachdem, wie hoch Euer Budget und Eure Ansprüche sind, liegt der goldene Weg irgendwo zwischen 100 und 250.-€.
In dieser Range bekommt Ihr vernünftig verarbeitete, mehr oder weniger stabile Stative für den Hobbybereich.
Wichtig ist folgendes: Je schwerer und massiver ein Stativ ist, desto stabiler ist es! Das ist wichtig, da bei langer Belichtungszeit schon minimalste Erschütterungen (auch ein Windstoß) Alles kaputt machen können.
Dennoch sollte das Stativ nicht zu schwer sein, um es auch mal mit auf Fototour nehmen zu können.
Einbeinstativ
Diese Stativform eignet sich besondes für Sportfotografie. Es bietet zwar etwas weniger Stabilität, ist aber flexibler als ein Standardstativ. Bei bewegten Motiven, bei denen man auch mal "mitgehen" möchte, ist deshalb diese Variante die Richtige. Für Selbstauslöserbilder hingegen eignet es sich absolut null...
Macrostativ
Gerade für Macroaufnahmen ist ein stabiles Stativ extrem wichtig. Um auch bodennahe Aufnahmen machen zu können, oder um sich über ein Objekt zu beugen haben Macrostative einen extra Schwenkarm, an dessen Ende sich dann die Kamera befindet.
Hosentaschenstativ
Dieses sehr einfache Hilfsmittel passt, wie der Name verrät, in jede Hosentasche und kostet wenige Cent. Das Prinzip ist ganz einfach:
An eine Schraube mit 1/4" (welche sich in die Vorrichtung für Stative an der Kameraunterseite einschrauben läßt) wird eine Schnur gebunden. Diese sollte etwa 150 cm lang sein. Dann ganz einfach Kamera in die Hand nehmen und die Schnur auf den Boden hängen lassen; dann mit dem Fuss auf die Schnur steigen. Nun ein leichter Zug (nach oben) und man kann die Kamera weit ruhiger halten, als mit der blosen Hand.
Bohnensäckchen
Auch dieses ist ein tolles Hilfsmittel für wenig Geld. Einfach ein Säckchen organisieren (Einkaufsstofftasche, Beautibeutel), eine Schraube mit 1/4" Gewinde von innen nach außen schrauben und den Sack mit trockenen Bohnen, Linsen oder Ähnlichem füllen. Dann einfach die Kamera auf die Schraube schrauben und schon hat man ein sehr flexibles Ministativ. Eigenet sich auch sehr gut für Macroaufnahmen in Bodennähe.
Sonderformen
Es gibt viele Abwandlungen. Letztendlich geht es eigentlich nur darum, dass die 1/4" Schraube daran vorhanden ist. So gibt es Stative die sich in Autofenster klemmen lassen, welche die an Scheiben haften, welche mit flexiblen Armen und wohl noch so Einiges mehr...
Tips & Tricks
Viele der 3-Beinstative haben unten einen Haken... wenn Ihr Euch auch schon gefragt habt, wofür der ist, hier die Antwort: Zum Einhängen eines Zusatzgewichtes, um das Stativ noch stabiler und unanfälliger zu machen. Ich häng einfach meinen Fotorucksack unten dran und schon steht das Teil auch mit voll ausgefahrenem Tele optimal.
Bei ultra Langzeitaufnahmen in der Stadt, kann es hilfreich sein, das Stativ auf kleine mit Sand gefüllte Säckchen zu stellen. Dies verringert zusätzlich die durch z.B. vorbeifahrende Autos verursachte Vibrationen.
Fernbedienung
Eine Fernbedienung ist sehr hilfreich! Sowohl für Macroaufnahmen, als auch für Langzeitaufnahmen und Eigenportrais einfach unverzichtbar! Die Preise gehen bei etwas über zehn Euro los und nach oben gibt es wie immer kaum Grenzen.
Ein kleiner Tip für die Sparer unter Euch: Viele Kameras lassen sich auch mit Hilfe einer Universalfernbedienung für Hifigeräte fernsteuern!
Funk/Infrarot
Klarer Vorteil: die Teile sind einfach flexibler und bringen auch was für`s Eigenportrait. Die Reichweite von der Funktionsweise abhängig. Selbst günstige Infrarot-Modelle aus der Bucht, schaffen locker 5 bis 8 m Reichweite. Funkmodelle können sogar über 100 m auslösen. Diese kosten dementsprechend mehr.
Kabel
Wieso mit Kabel??? Was soll das denn bringen??? Seit ich über das Thema Focusfalle gestolpert bin, weiß ich wofür ein Kabel notwendig sein kann!
Die Preise beginnen bei etwa 10€ und sind nach oben hin offen. Wer gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen möchte, sollte überlegen, ob er nicht gleich Geld für eine "Multifunktions"Fernbedienung ausgeben möchte. Diese bieten super Zusatzfunktionen welche man z.B. für die Focusfalle oder Zeitrafferaufnahmen benötigt.
iPhone
Hackt es?
Nein, auch das iPhone lässt sich in Kombination mit einem PC und WLAN in eine Fernbedienung umwandeln. Die unterstützten Kameras findet ihr auf der Herstellerseite.
Dank der App DSLR-Remote (im App-Store ab 1,99€ die Light Version) in Verbindung mit einem "Ad-Hoc" Netzwerk und einem Rechner auf dem der DSLR-Remote Server läuft (den gibts beim Hersteller gratis). Einfach App auf`s iPhone, dann Kamera per USB an den Rechner anschließen und dann noch eine WLan-Verbindung zwischen Kamera und Rechner aufbauen, fertig. Schon kann man live-View nutzen (was die D80 allerdings noch nicht unterstützt), Fotos per Handy auslösen, HDR-Belichtungsreihen machen oder Fotoserien für Zeitrafferaufnahmen knipsen. Toll!

